Endspurt vor Testlauf – Teil 2

Chronologie des Tages

06:30
Sven – T h e mechanic – macht sich auf den Weg nach Bayreuth, um die verstärken Schraubenfedern für die Hinterachse zu holen.

09:20
Die hintere Markise lässt sich definitiv so nicht befestigen… Aber wie dann? …
So könnte es vielleicht gehen… Ein vage Idee wird zum Konzept… Glücklicherweise hat Rainer von den Nutensteinen zwei zuviel angefertigt. Die werden jetzt bei der rüttelfesten Montage viel helfen.

09:45
Die Aushärtezeit des Würth „Klebt und Dichtet“ Montagekleber ist bald erreicht. Dann können die Sandblechhalter an den Airline-Schienen montiert und mit den vier Sandblechen  bestückt werden.

10:30
Doro macht sich auf den Weg in den Speyrer Baumarkt, um die für die Befestigung von Sandblechen  und Markise benötigten Schrauben zu kaufen. Sie ahnt noch nicht, dass das heute nicht das letzte Mal sein wird…

12:15
Ich fasse mir ein Herz und kümmere mich um die Buchung unserer Fährpassage für Samstag. Das Reisebüro meines Vertrauens kann so kurzfristig keine Fährpassage von Livorno nach Bastia buchen. Ich solle es über das Internet versuchen… hmm… Ok, über das Internet lässt sich die Uhrzeit für die Hinreise am Samstag noch auswählen. Aber unsere Landy2go ist recht hoch. Auch das scheint kein Problem zu sein. Die Rückreise lässt sich ebenfalls wie gewünscht auswählen… Ich kann es kaum glauben, aber die Buchung geht durch und wird bestätigt.
Wir fahren nach Korsika – aber nur mit neuem Fahrwerk…

13:00
Die Sandblechhalter sind montiert. Doro kommt mit den Schrauben zurück. Die für die Sandbleche sind zu kurz – mein Fehler. Die hochfesten Schrauben, die für die Markise nötig sind, waren nicht zu bekommen.

14:30
Doro fährt hoffnungsvoll nach Karlsruhe zum größten Schraubenhändler der Region.
Ich befestige die Relais und das Funkgerät mit Monster-Klettband (ein Tipp vom Fachmann im Sonderfahrzeugbau) im Kasten unter dem Beifahrersitz. Dann verlege ich die Kabel weg vom Einflussbereich scharfer metallischer Kanten. Dass ich dafür den Original Land Rover Defender Alu-Deckel für das Elektronikfach unter dem Beifahrersitz stark invasiv abändern muss, nehme ich billigend in Kauf. Bin wohl bereits abgestumpft… wahrscheinlich wegen dem häufigen „Löcher-in-den-Rover-bohren“…

15:45
Die Kabel sind verlegt. Ich geben einer inneren Unruhe nach und rufe Sven – T H E mechanic – an. Nach der erfolgreichen – aber nicht rückerstattbaren – Buchung der Fähre, wäre es schon ganz hilfreich, wenn die Federn auch wirklich hier ankommen würden. Er beruhigt mich auf seine unnachahmliche Art… Die Federn sind im Auto, alles wird gut.

17:00
Doro kommt erfolgreich aus Karlsruhe zurück, die Taschen voller Schrauben. Alles wird gut…
Ich montiere die Schrauben, die die Sandbleche an den Haltern befestigen sollen mit einer selbstsichernden Mutter an die Schienen. Dabei verbiege ich die erste 8mm Edelstahlschraube mit dem Schlagschrauber. Es geht weder vor noch zurück. Ich flexe die Schraube ab. Beim zweiten Versuch verbiege ich die nächste Schraube mit bloßen Händen.. naja und Schraubenschlüssel und Ratsche… Ich bin verzweifelt. Kann so etwas simples schiefgehen. Ich hole Hilfe. Unser Nachbar – Super-Mario – nimmt sich meines Problems an. Die dritte Schraube fluppt problemlos. Alles gut… naja fast, denn ich zweifle an meinen handwerklichen Basis-Fähigkeiten. Bei der vierten Schraube verkanntet sich die Mutter wieder nach der Hälfte des Gewindeganges und es geht weder vor noch zurück. Wieder muss die Flex her… Die Gewindegänge scheinen nicht sauber geschnitten zu sein. Ich kann es nicht fassen…
Problem: Zwei Schrauben werden benötigt, vier hat Doro gekauft, drei wurden der Flex geopfert. Eine Schraube fehlt.

17:30
Doro fährt in Baummarkt nach Speyer. Schrauben kaufen. Aus Edelstahl. Länge: egal, Hauptsache mindestens 90mm.
Zusammen mit Mario und den anderen hochfesten Spezial-Schrauben aus Karlsruhe nehme ich den Kampf mit der hinteren kleinen, unscheinbaren Markise auf. Sie wehrt sich unglaublich…

18:15
Doro kommt mit 100mm Schrauben aus Speyer zurück.
Wir kämpfen weiter mit der Markisen-Halterung und besiegen sie endlich.
Jetzt noch schnell die Markise an die Halterung dran geschraubt und fertig.
So denken nur naive IT-ler… Die Nutensteine, die so hervorragend in die Nuten der anderen Markise gepasst haben, passen nicht in die Nuten der kleinen Markise. Kleine Markise = kleine Nuten? Quatsch, es geht um zehntel Millimeter… Der Bandschleifer muss her… später…

19:15
Mario und ich wollen ein Erfolgserlebnis. Wir setzen auf die Sandbleche und die Speyrer Schrauben.
Kaum zu glauben… Die erste Speyrer Schraube ist gängig und passt. 10mm länger als die dritte und einzige gängige Karlsruher Schraube, aber was soll’s… Details… Die Sandbleche werden angebracht… Der Hammer! Darauf habe ich lange gewartet. Sandbleche am Auto hat einfach einen hohen symbolischen Freiheits-Charakter.

20:00
Der Bandschleifer kreischt und bearbeitet die Nutensteine. Ich will sie in die Nut einpassen, kann sie aber vor Hitze kaum anfassen. Außerdem passen sie erst recht nicht, wenn sie heiß sind… Physik in der 5ten Klasse, kommt mir in den Sinn.

21:00
Die geschliffenen kalten Nutensteine passen jetzt. Doro hilft bei der Montage. Es ist unglaublich: die kleine Markise am Heck unseres „Landy2go“ ist montiert.

21:40
Abfahrt nach Worms zum „Maddin„. Dort wartet bereits Sven mit den Federn. Landy plus Federn bleiben dort für die morgige Montage. Alles wird gut.

23:30
Erst topografische Karten von Korsika auf’s Navi und Fotos auf den PC laden. Dann bloggen. Erst Deutsch, dann Englisch.
Guten Morgen!